Kulturhauptstädte Europas 2010
Das Auswahlverfahren in Deutschland
1. Benennung durch die Bundesländer
17 deutsche Städte hatten ihre Kandidatur für den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2010" bis März 2004 bei dem für Kultur zuständigen Ministerium des entsprechenden Bundeslandes eingereicht. Die Bewerbungen beinhalteten z.T. umfangreiche Konzepte für eine integrierte kulturelle Stadtentwicklung.
Am 22. Juni 2004 haben die Bundesländer jeweils entschieden, welche Bewerbungen sie an das Auswärtige Amt weiterleiten. 10 Städte wurden ausgewählt:
- Braunschweig (www.braunschweig2010.de) und Bremen,
- Essen/Ruhrgebiet (www.kulturhauptstadt-europas.de),
- Görlitz (www.goerlitz2010.de),
- Halle an der Saale (www.halle2010.de),
- Kassel (www.kassel2010.de),
- Potsdam (www.potsdam2010.com) und Regensburg,
- Karlsruhe und Lübeck.
Diese Kandidaten wurden im Oktober 2004 vom Auswärtigen Amt an den Bundesrat zur Stellungnahme weitergeleitet. Der Bundesrat hat 2005 seinerseits die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder um ein Votum gebeten. Dieser Bitte ist die KMK durch die Einsetzung einer nationalen Jury nachgekommen.
2. Entscheidung der nationalen Jury
Die nationale Jury wählte am 10. März 2005 unter den zehn Bewerberstädten Essen für das Ruhrgebiet und Görlitz/Zgorzelec.
Pressemitteilung der KMK (Word-Download, 59 KB)
3. Entscheidung der internationalen Jury
Essen für das Ruhrgebiet, Pésc und Istanbul
Am 11. April 2006 hat die Europäische Kommission das Votum der internationalen Jury die KULTURHAUPTSTÄDTE EUROPAS im Jahr 2010 bekanntgegeben: Die Bewerbung Essens für das Ruhrgebiet hat den Mitbewerber, das deutsch-polnische Städteduo Görlitz/Zgorzelec, ausgestochen.
Zugleich sprach sich die Jury für die Ernennung der ungarischen Stadt Pécs zur KULTURHAUPTSTADT EUROPAS 2010 aus, die unter sieben Bewerbern ausgewählt worden war, um für Ungarn für den Titel zu kandidieren. Als zusätzliche Kulturhauptstädte aus Nicht-Mitgliedstaaten hatten sich - neben den Städten in Deutschland und Ungarn - die türkische Stadt Istanbul und die ukrainische Stadt Kiew beworben. Istanbuls Bewerbung wurde von der siebenköpfigen Jury in Brüssel bevorzugt.
Bericht der Jury (engl., pdf-Download, 58 KB)
4. Offizielle Entscheidung des Kulturministerrates 2006
Auf Empfehlung der Kommission, die unter Berücksichtigung der Stellungnahme des Europäischen Parlaments und des Berichts der internationalen Jury erstellt wurde, hat der Rat im Herbst 2006 offiziell die drei Bewerber Essen für das Ruhrgebiet in Deutschland, Pésc in Ungarn und Istanbul in der Türkei für das Jahr 2010 als Kulturhauptstädte Europas benannt.




