Strukturen für die politische Unterstützung der Kulturagenda

Zur Umsetzung ihrer drei strategischen Ziele (Förderung der kulturellen Vielfalt und des interkulturellen Dialogs, Förderung der Kultur als Katalysator für Kreativität und Förderung der Kultur als grundlegendes Element in den EU-Außenbeziehungen) führte die Europäische Kulturagenda neue Methoden der Zusammenarbeit mit verschiedenen Beteiligten ein. Unter anderem soll der Kultursektor durch einen strukturierten Dialog zu ausgewählten Themen stärker einbezogen werden.

In Förderbereich 2 Betriebskostenzuschüsse lädt die GD Bildung und Kultur in der Kategorie "Plattformen für den strukturierten Dialog" in spezifischen Aufrufen Kulturorganisationen dazu ein, Plattformen zu diesen ausgewählten Themen zu gründen.

Hier haben alle Interessenten die Möglichkeit, ihre Gedanken und Ideen einzubringen, konkrete Vorschläge zu machen und so aktiv zur Umsetzung und Weiterentwicklung der europäischen Kulturagenda beizutragen.

Derzeit existieren drei Plattformen zu den Themen "Interkulturelles Europa", "Zugang zur Kultur" und zum "Potenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft".

 


Plattform "Interkulturelles Europa"

Ziel der "Plattform für Interkulturelles Europa" ist es, die Bedeutung der gesellschaftlichen Vielfalt und ihrer positiven Möglichkeiten stärker ins öffentliche Bewusstsein zu heben und dadurch auch die Entwicklung einer zivilen Gesellschaft zu fördern.
Die Plattform wurde auf Initiative der Europäischen Kulturstiftung (ECF) und Culture Action Europe (früher: European Forum for the Arts and Heritage (EFAH)) gegründet.  mehr

In der Jahresversammlung im Juni 2010 der „Plattform für Interkulturelles Europa“ wurde die politische Rolle der Plattform zum Hauptthema der Debatte. Gemeinsam wurde ein Papier formuliert, indem die Einführung einer EU Ratsarbeitsgruppe zum Interkulturellen Dialog gefordert wird. Kommentare und sind noch bis zum 31.08.2010 möglich.  mehr

 

Plattform "Zugang zur Kultur"

Die Plattform "Zugang zur Kultur" erarbeitet Handlungsempfehlungen für politische Verfahren zu diesem Thema. Dazu sind drei Arbeitsgruppen eingerichtet: 1. Erziehung und Bildung, 2. Kreation und Kreativität und 3. Beteilung von Zielgruppen.
Den derzeitgen Vorsitz der Plattform haben Interarts, International Network for Contemporary Performing Arts, European Festival, Association und Culture Action Europe.  mehr

Die Organisationen haben eine umfassende Sammlung von Empfehlungen zusammengestellt, die die Relevanz des Themas "Zugang zu Kultur" unterstreicht.  mehr

 

Plattform "Potenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft"

Die Plattform zum "Potenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft" besteht aus fünf Arbeitsgruppen, die sich u.a. mit dem Umfeld des Sektors, Kleinen und Mittleren Unternehmen und der Verbreitung von Werken und Mobilität von Künstlern beschäftigen.
Dem Vorstand der Plattform gehören die folgenden Organisationen an: European Film Companies Alliance, Independent Music Companies Association (IMPALA), European Forum for Architectural Policies, European Music Office und Culture Action Europe (früher: EFAH).  mehr

Einige Empfehlungen der Plattformteilnehmer finden sich im aktuellen Grünbuch der Europäischen Kommission zur „Erschließung des Potenzials der Kultur- und Kreativindustrien“. Beiträge sind bis zum 30.07.2010 möglich.  mehr

 


Beispiel

Die Platform for Intercultural Europe wurde 2009 in der Kategorie "Strukturen für die Unterstützung der Kulturagenda" gefördert.


Kulturagenda

Grundlage der drei Plattformen ist die Europäische Kulturagenda.  mehr


Ausschreibungen

Ausschreibung der GD Bildung und Kultur aus dem Jahr 2007 zur Gründung der drei Plattformen.  mehr